Die geschichtliche Verbindung zum Gut Ohlhof

 

Das Gut Ohlhof, welches bereits im 12. Jahrhundert entstand und seinen Namen vom nahe gelegenen Wald Ohl erhielt, wurde für weit über hundert Jahre von Mitgliedern der Familie Siemens gepachtet und erfolgreich bewirtschaftet.

Nach der “Hildesheimer Stiftsfehde” (1519–1523), welche für Goslar so vernichtend war, wie der Dreißigjährige Krieg, ging das Gut an das Kloster Neuwerk zurück. Dieses geschah allerdings erst 1693, nachdem die Streitigkeiten zwischen dem Herzogtum Braunschweig, der Stadt Goslar und dem o. g. Kloster beigelegt waren.
Erster Pächter seitens der Familie war Hans Henning Siemens (1667-1725), Sohn des Erbauers des Hauses in der Schreiberstraße 12, dem "Siemenshaus". 1715 wählten ihn die Provisoren des Klosters als Pächter. Die Pacht wurde ihm vom Rat für zwei Perioden bis 1733 zugesprochen, damit er das in den zuvor verwahrlosten Hof gesteckte viele Geld auch "genießen" könne. Die Größe wird 1715 mit 463,5 Morgen angegeben und das Pachtgeld betrug 500 Taler. Die Pacht ging 1725 auf seinen Sohn Georg Andreas über, 1783 auf dessen Sohn Stephan August. 1825 übernahm der Schwiegersohn Anton Cleve von Stephan August die Pacht bis in das Jahr 1849.

Georg Andreas (1700-1789) und Stephan August (1746-1833) sind nebst ihren Ehefrauen auf dem zum Gut gehörigen kleinem Friedhof beigelegt. Auch drei der Nachkommen von Stephan August und seiner Ehefrau Helene sind dort beigelegt.

Die Erhaltung der Grabanlagen ist ebenfalls eine Aufgabe die von der Siemens-Familienstiftung zur Wahrung der Familiengeschichte in Goslar wahrgenommen wird.

Heute ist das Gut Ohlhof ein reines Wohngebiet mit sehr hoher Lebensqualität und einem eigens gegründetem Förderverein http://www.gutohlhof.de.