Herzlich Willkommen auf der Internetseite des Stammhauses der Familie Siemens in Goslar

                                                                                                                     Stand der Aktualisierung 31. März 2012

Das Siemens-Haus in Goslar

Im Nordharz und seinem Vorland, besonders aber in der alten freien Reichsstadt Goslar
ist die Familie Siemens seit über 600 Jahren nachweisbar ansässig.
Seit der Reformationszeit, beginnend mit Ananias Siemens (1538-1591),
sind die Mitglieder des Goslarer Familienstammes bekannt.

Bedeutendster Namensträger ist der in Lenthe bei Hannover geborene Werner Siemens
(1816-1892), der 1847 mit der Gründung seiner Telegraphen-Bauanstalt “Siemens & Halske“
in Berlin die Keimzelle der heutigen Weltfirma Siemens schuf.
1866 hat er mit der Entdeckung des dynamoelektrischen Prinzips und der Konstruktion
der ersten Dynamomaschine die wirtschaftliche Starkstromtechnik begründet.
1888 erhob Kaiser Friedrich III. ihn in den Adelsstand.

Das Siemens-Haus in Goslar, an der Schreiber- Ecke Bergstraße gelegen,
ist eines der schönsten Bürgerhäuser vor Ort.
Errichtet wurde es 1692/93 von Hans Siemens, der als Kaufmann und Stadthauptmann
eine geachtete Rolle spielte. An der Haustür befindet sich noch heute, in ornamentaler
Holzschnitzerei künstlerisch gestaltet, der Leitspruch des Erbauers: ora et labora – bete und arbeite.

Zunächst betritt der Besucher die “Däle“ (=Diele), eine gepflasterte Eingangshalle, die einst die Einfahrt zum dreiseitig umbauten Hofe bildete. Mit einem Seilzug wurden einst die Handelsgüter, Korn u.a. durch eine Luke in die vier Dachböden hochgehoben, die von einem soliden Schiefer-
dach geschützt sind. Im Hofe links befindet sich noch heute die Braustube mit ihrem großen
Kesselofen und den Requisiten, die zum Brauen des “Gose-Bieres“ gedient hatten.
Ein aufgebohrter Baumstamm, Teilstück der Wasserzuführung von der Gose, erinnert an die
mittelalterliche “Pipeline“ im Altstadtgebiet Goslars.

Zur Geschichte des Hauses ist erwähnenswert, dass es während der Jahre 1778 bis 1916 nicht im
Besitz der Familie Siemens war, dann aber – aus Anlass des hundertsten Geburtstages von
Werner von Siemens – von dessen Kindern zurückerworben wurde um als Familienstammhaus für
Tagungen und Zusammenkünfte, nicht zuletzt auch als Sammelstätte für ein Familienarchiv mit
Dokumenten, Bildern und Büchern zu dienen.

Aus dem 19. Jahrhundert stammt noch der bis 1916 betriebene kleine Krämerladen, der einst
in der Däle untergebracht war und heute im Nebenraum der Braustube eingerichtet ist und
in seiner Art biedermeierliche Gemütlichkeit ausstrahlt.

Im Obergeschoss befinden sich die Archivräume, ein großer Saal für Sitzungen und ein Eckzimmer, das den Blick in Richtung Markt und Kaiserpfalz bietet. Hierin befindet sich eine graphische
Übersicht, auf der die wichtigsten Namensträger der Familie in ihrem genealogischen
Zusammenhang dargestellt sind, nicht zuletzt auch eine Büste Werners von Siemens, die von
A. Hildebrand modelliert wurde. Die Fensterfassungen entlang der Bergstrasse sind innen durch
geschnitzte barocke Säulen geschmückt. Der grosse Saal erhielt bei der Restaurierung 1954 wieder – wie im Zeitalter seiner Entstehung – Fenster mit Butzenscheiben. Auch die Türen und Deckenbalken in dunkelbrauner Farbe entsprechen dem Stil des Barock.
 

Willkommen im Siemens-Haus Goslar

 L i n k s

Besichtigung
des Hauses
Wikipedia
über Goslar
Tageszeitung
von Goslar
Bier
aus Goslar
Stadtführungen 
in Goslar

 Besucherzahlen


Statistiken

Sir William
Siemens
1823-1883

Friedrich
Siemens
1826-1904

Carl von
Siemens
1829-1906

Geschichtsverein
Goslar
Museumsverein
Goslar
Bergbaumuseum
Rammelsberg
pro Stadtarchiv e.v.
Goslar
Straßen in der
Altstadt
Inschriften der Stadt
Goslar
Interaktive 
Spurensuche
Goslarer Geschichten
von Goslarern